Archiv für die Kategorie ‘Internetrecht’
Freitag, 12. März 2010
BGH: Irreführende Preisangaben in Preissuchmaschinen
Die Erkenntnis ist nicht neu, aber jetzt höchstrichterlich entschieden: Die von einem Online-Händler in einer Preissuchmaschine hinterlegten Preise und sonstigen Angaben - z.B. zu Versandkosten - müssen den tatsächlich verlangten Preisen im Online-Shop des Händlers entsprechen. Darauf ist insbesondere bei Preiserhöhungen zu achten, da diese dazu führen können, dass die Preissuchmaschine einen niedrigeren Preis ausgibt als er im Shop verlangt wird.
(weiterlesen…)
Tags: alle Angaben ohne Gewähr, irreführende Preisangabe, Preissuchmaschine, Preisvergleich, Preisvergleichsportal
Dienstag, 02. Februar 2010
OLG Hamm: Angabe von Auslandsversandkosten erforderlich
Es hat sich längst herumgesprochen, dass der Warenabsatz über das Internet (Internet-Shops, eBay etc.) bzw. im Fernabsatz eine Unmenge von Informationspflichten mit sich bringt - dazu gehört auch die Angabe etwaiger Versandkosten. Oft wird dabei allerdings übersehen, dass dies auch beim Versand in das Ausland gilt, wie das OLG Hamm in seinem Urteil vom 12.03.2009 (4 U 225/08) festgestellt hat.
(weiterlesen…)
Tags: Auslandsversandkosten, Fernabsatz, Preisangabenverordnung, Versandkosten Ausland, Versandkostenangabe
Sonntag, 22. Februar 2009
OLG Frankfurt: Angabe von Telefon-Nummer in Widerrufsbelehrung wettbewerbswidrig
Nach wie vor ist festzustellen, dass zahlreiche Online-Händler im Rahmen der Widerrufsbelehrung bei eBay oder in Online-Shops neben ihrem Namen, der Anschrift und ggf. einer Fax-Nummer auch die Telefon-Nummer nennen und damit eine Abmahnung riskieren. Dabei hat das OLG Frankfurt bereits im Jahre 2004 entschieden, dass dies wettbewerbswidrig und abmahnfähig ist.
(weiterlesen…)
Tags: eBay, Widerrufsbelehrung Telefon-Nummer, Widerrufsrecht
Sonntag, 23. September 2007
OLG Stuttgart: Gleichnamigkeit und Prioritätsprinzip beim Streit um Domains
Unter Gleichnamigen gilt grundsätzlich das Prioritätsprinzip - wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dass das bei Streitigkeiten um Domains nicht immer so sein muss, hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit den zwei maßgeblichen Leitentscheidungen shell.de und krupp.de aufgezeigt. Hier wurde im Rahmen einer Interessenabwägung entschieden, dass sich die Inhaber überragend bekannter Marken oder Unternehmensbezeichnungen gegen schnellere und gleichnamige Privatpersonen durchsetzen können. Neu ist die sehr viel weitergehendere Ansicht des OLG Stuttgart, das mit einer interessanten Argumentation sogar auf die überragende Bekanntheit verzichtet, um zum selben Ergebnis zu gelangen.
(weiterlesen…)
Tags: Domain, Domainlöschung, Domainrecht, Gleichnamigenrecht, Gleichnamigkeit, krupp.de, Namensanmaßung, Namensrecht, Prioritätsgrundsatz, Prioritätsprinzip, Recht der Gleichnamigen, shell.de, überragende Bekanntheit, Zuordnungsverwirrung
Freitag, 07. September 2007
OLG Frankfurt: Verwendung fremder Marke in Beschreibung einer Internet-Auktion
Eine gewerbliche Betätigung liegt in jeder selbstständigen, wirtschaftlichen Zwecken dienenden Tätigkeit, die nicht ein rein privates, amtliches oder geschäftsinternes Verhalten darstellt.
Die Verwendung einer fremden Marke im Titel oder dem Beschreibungstext einer Internet-Auktion stellt eine Markenverletzung dar, wenn aus der Gestaltung des Angebots im übrigen nicht zu entnehmen ist, dass die Markenverwendung nicht als Hinweis auf die Herkunft der angebotenen Ware dienen soll.
(weiterlesen…)
Tags: Beschreibungstext, Cartier, eBay, Geschäftsverkehr, Internet-Auktion, Marke, Markenbenutzung, markenmäßige Benutzung, Markenrecht, Privatverkauf, Suchergebnis, Unterlassung
Dienstag, 24. Juli 2007
OLG Köln: Zur Wettbewerbswidrigkeit von generischen Umlaut-Domains
Die Registrierung eines Gattungsbegriffs als Umlaut-Domain ist nicht deshalb wettbewerbswidrig, weil ein Mitbewerber denselben Gattungsbegriff bereits als Domain nutzt.
(weiterlesen…)
Tags: Behinderung, Domain-Nutzung, Gattungsbegriff, Gattungsdomain, Generische Domain, Schlüsselbänder, Umlaut-Domain, Unterlassung, Wettbewerbsrecht
Montag, 16. Juli 2007
OLG Hamm: Widerrufsbelehrung auf der “Mich”-Seite nicht ausreichend
Die Belehrung des Verbrauchers über sein Widerrufsrecht unter “mich” genügt nicht den gesetzlichen Anforderungen, da der Käufer nicht auf die Idee kommt, diese Information unter der Rubrik “Angaben zum Verkäufer” / “mich” abzurufen. Dass hierfür nur ein Klick erforderlich wäre, spielt keine Rolle, da der Käufer bereits diesen nicht tätigt.
Der Verstoß gegen die gesetzliche Belehrungspflicht über das Widerrufsrecht bei Fernabsatzgeschäften ist wettbewerbswidrig.
(weiterlesen…)
Tags: Belehrungspflicht, Fernabsatz, Informationspflichten, Internet-Auktion, Unterlassungsanspruch, Verbraucher, Wettbewerbsrecht, Widerrufsrecht
|